Legenden der Kirchenpatrone

Hl. Georg Der mutige Kampf gegen das Böse
"In einem See in der Nähe der Stadt Silena hauste ein grosses Ungeheuer von einem Drachen. Er richtete grosse Verwüstungen an. Die Bewohner fürchteten sich sehr vor ihm. Zur Besänftigung warfen sie ihm jeden Tag zwei Schafe vor. Der Drachen wollte immer mehr und verlangte Menschenopfer. Ein Los bestimmte, wer es war. Eines Tages fiel das Los auf die einzige Tochter des Königs. Dieser versuchte seine Tochter durch die Hälfte seines Reiches zu retten. Das wurde von den Bewohnern nicht akzeptiert. So führte der König seine Tochter vor die Tore der Stadt. Als sie allein zum See lief, kam ihr ein Ritter auf einem Pferd entgegen und fragte sie, weshalb sie weine. Als sie es ihm erzählte und Georg ihr versprach, sie zu retten, stieg der Drache ans Ufer. Georg zeigte keine Angst, ritt ihm mutig entgegen und tötete den Drachen mit seiner Lanze. Der König und das Volk jubelte ihm zu. Aber Georg sagte: "Gott hat mir die Kraft geschenkt, euch von dem Drachen zu erlösen. Nicht mir, sondern ihm müsst ihr danken."Die Belohnung, die Georg vom König erhalten hatte, verschenkte er an die Armen und kehrte in seine Heimat zurück." (Quelle: Die schönsten Heiligenlegenden von Max Bolliger und Ute Thönissen. Verlag Herder)
Hl. Zeno Das Böse durch Gebete und Fasten besiegen
Eine Legende erzählt, wie er am Fluss Etsch einen Fisch fängt. Da wurde er von einem Boten des römischen Kaisers Galienus gerufen, um seine Tochter von der Besessenheit (Teufelaustreibung) zu heilen. Durch seine Gebete und Fasten soll sie geheilt worden sein.

Eine andere Legende berichtet über ein Ereignis nach seinem Tod.
"Der ausgetretene Etschfluss bespülte bereits die Mauern der Kirche des seligen Martyrers und Bischofes Zeno, doch drang das Wasser bei offenen Türen nicht in die Kirche selbst. Selbst als dasselbe so hoch stieg, dass es die nahe am Dache befindlichen Fenster erreichte, blieb es wie eine feste Mauer vor der Kirchentüre stehen. Im Innern befanden sich viele Leute, hatten aber wegen des rings um die Kirche befindlichen Hochwassers keinen Ausgang. Schon fürchteten sie, erhungern oder erdürsten zu müssen, und stillten also den Durst mit dem vor der Kirchentüre befindlichen Wasser, das immer noch bis zur Fensterhöhe reichte, aber in die Kirche selbst durchaus nicht eindrang. Das Wasser ließ sich also wohl schöpfen, hatte aber die Eigenschaft des Zerfließens verloren. Es blieb vor der Türe stehen, um allen das Verdienst des Martyrers zu zeigen, zugleich aber diente es zur Hilfe, indem es in die Kirche nicht eindrang, als ob es kein Wasser wäre." (Gregor der Grosse, Buch der Dialoge III.19)
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Bereitgestellt: 21.12.2012    
 
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