Lagerrückblick: «Arth anä 100 000 v. Chr.» - Zwei unvergessliche Wochen in Gontenbad.

2021 Sommerlager Jungwacht (Foto: Luca Marty)

Vom 19. Juli bis am 31. Juli ging die Jungwacht Arth ins jährliche Sommerlager. Unter dem Motto „Arth anä 100 000 v. Chr.“ verbrachten wir zwei abenteuerliche und unvergessliche Wochen in Gontenbad, AI. Das Lager in der traumhaften Hügellandschaft wird vermutlich vielen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben.
Luca Marty,
Auch in diesem Jahr wussten wir während der Planung noch nicht genau, wie oder mit welchen Massnahmen das Lager durchgeführt werden kann. Zum Glück beruhigte sich die Corona-bedingte Situation wieder und unser Sommerlager konnte mit einem entsprechenden Schutzkonzept einwandfrei durchgeführt werden. Bereits am Scharanlass für die Lagerverkleidung merkte man die Vorfreude der Kinder auf das bevorstehende Lager.

Die vielen verkleideten Neandertaler trafen sich dann endlich zur Anreise und es war bereits eine sehr gute Stimmung untereinander. Wie aus dem nichts kam eine Zeitmaschine angerast mit drei Menschen aus der Zukunft, die am falschen Ort gelandet sind. Leider lief der Motor nicht mehr an und die Neandertaler wurden gebeten, während den nächsten zwei Wochen, bei den Reparaturarbeiten zu helfen. So liefen wir zu Fuss nach Goldau und fuhren mit dem Zug, via Zürich, nach Gonten. Von dort aus ging es wieder auf den Beinen weiter in Richtung Lagerplatz. Nach einer ca. 3-stündigen Wanderung erreichten wir den Lagerplatz, der in der Nähe von Appenzell liegt. Dort empfing uns bereits die Küche und der Lagerleiter. Die grossen Zelte haben die Leiter bereits aufgestellt, was die Kinder freute, da sie so nur noch ihr Gruppenzelt aufstellen mussten. Nach der ersten Nacht im Zelt, war der Bautag angesagt und wir verpassten dem Lagerplatz einen gewissen Charme. Beispielsweise machten wir eine überdachte Feuerstelle mit Bänken. Ausserdem wurde ein Turm mit einer ca. 30 Meter langen Wasserrutsche gebaut, Wegweiser wurden erstellt, sanitäre Anlagen wurden erbaut und vieles mehr. Am Mottotag stand ausserdem noch die Pioniertechnik auf dem Programm und die Kinder lernten, wie man aus Blachen Zelte baut, wie man Feuer macht, wie die verschiedenen Knöpfe funktionieren und wo man welche braucht. Natürlich muss man bei den Neandertalern auch über diverse Pflanzen Bescheid wissen, da dies Überlebenswichtig ist. Auch wichtig für unsere Wanderungen ist das Kartenlesen. Von dem mussten sie an der Zweitageswanderung noch Gebrauch machen. Dieses mal ging es direkt in der ersten Woche auf die 2-Tages-Wanderung, wo wir zuerst mit dem Bus nach Teufen fuhren. Ziel war es nun mit seiner Gruppe bis am nächsten Morgen nach Rohrschach zu kommen. Auch der Schlafplatz mussten die Kinder selber organisieren, natürlich immer in Begleitung der Leiter. In Rohrschach ging es dann am Freitagmorgen in die Badi. Nach unserem Badetag war der gesamte Bodensee noch schmutziger als der Lauerzersee. Anschliessend ging es mit dem öffentlichen Verkehr wieder zurück zum Lagerplatz. Nach zwei strengen Tagen ging es in ein gemütliches Wochenendprogramm mit dem Markttag am Samstag und dem Brunch und Gottesdienst am Sonntag. Wir möchten uns hier bei Giusi Gareffa bedanken, der uns am Wochenende mit 17 kg Braten beglückt hat, welch ein Gaumenschmaus! Sicherlich ein Highlight war der Einstig in die zweite Woche. Es führte uns zum Kronberg, wo wir den ganzen Tag im Seilpark verbrachten. Mochte man nicht mehr klettern, ging es gleich nebenan auf die Rodelbahn. Man konnte das Glänzen in den Augen der Kinder sehen, als sie herausfanden wohin der diesjährige Ausflug hinführt. In der Wochen- Mitte angelangt, wurde den Teilnehmern nochmals alles abverlangt. Am Sporttag wurde in verschiedenen Disziplinen der sportlichste Neandertaler herausgesucht. Am darauffolgenden Game-Day wurden viele Geländespiele im Wald gespielt und man merkte, dass der Zusammenhalt der Schar, nach knapp zwei Wochen, wesentlich gestärkt wurde. Leider geht auch die beste Zeit im Jahr wieder vorbei. Am Freitag suchte uns noch ein Gewitter heim, welches wir problemlos überstanden. Einzig der Pfadischar, die 30 Meter neben uns alle Zelte aufbauten, hat es alles zu Boden geweht. Tapfer kamen die Jungwächter den Pfadfindern zu Hilfe, indem wir ihre Zelte am Boden festhielten. So wehten sie nicht davon und wir konnten ihre Sachen ins Trockene bringen. Diese Story wird uns sicher noch lange in Erinnerung bleiben.

Wir blicken auf ein unvergessliches Lager zurück, das auch mit vielen kleinen und sehr schönen Momenten bestückt wurde. Das Leitungsteam hat sich sehr gefreut, dass viele Kinder der jüngeren Gruppen ins Lager gekommen sind und auch Kinder, welche (noch) nicht in der Jungwacht sind. Kein Jahr war der Gruppenzusammenhalt so gut spürbar wie im Lager in Gontenbad, was uns als Leiter bestätigt, ein sehr gutes Lager auf die Beine gestellt zu haben. Leider gab es dieses Jahr etwas wenige Lageranmeldungen und viele die uns nach einer Woche verlassen mussten. Wir hoffen wir können im nächsten Jahr wieder mehr Kinder überzeugen ins Lager zu kommen oder die Eltern sie anzumelden.

Im Namen der Jungwacht Arth bedankt sich das Leitungsteam bei allen Teilnehmern, deren Eltern, allen Helfern und Sponsoren. Die Lagerleitung Bedankt sich bei den stets Motivierten Leitern die sich jeweils Ferien nehmen im Betrieb. Wir freuen uns bereits auf die Gruppenstunden und die kommende Aufnahme der Jüngsten Jungwachtsgruppe beim Pfarreifest am 29. August.
Bereitgestellt: 18.08.2021     Besuche: 46 Monat
 
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